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Foto Dieser Schüler-Lehrerwettbewerb, bei dem die Kinder in Schwimmen gegen einen oder mehrere Lehrer antreten, ist jedes Jahr ein enorm spannendes und aufregendes Projekt. Doch so ein „Fingernägelbeißer-Flair“ hatten wir schon lange nicht …

Aber ganz von Anfang an: bei Catch me if you can schwimmen die SchülerInnen eine Staffel zu je zwei Längen je Kind. Der Lehrer legt die gesamte Strecke alleine zurück oder, wenn zwei Lehrer gegen die SchülerInnen antreten, teilen sie sich die Gesamtdistanz. Nachdem auch nicht ganz so gute Schwimmer über zwei Längen „ordentlich Gas geben“ können, während der Lehrer sich die Kraft über zum Teil mehr als 50 Längen jedoch gut einteilen muss, ist dieser Bewerb zum einen recht fair und zum anderen bis zum Schluss unglaublich spannend.

So auch dieses Jahr beim Projekt mit der 1c: die Kinder schickten zunächst ein paar etwas langsamere Schwimmer ins Rennen, wodurch ich schon etwas mehr als 2 Längen Vorsprung herausarbeiten konnte. Dieser löste sich jedoch innerhalb weniger SchülerInnen in Luft auf, da es die folgenden TeilnehmerInnen scheinbar „sehr eilig hatten“! Bis zum Schluss hin konnte ich mir zwar meine Verfolger wieder etwas auf Distanz halten, wurde aber durch sehr schnelle Schwimmer, die als letzte Starter ins Rennen gingen, was ich ohnedies auch befürchtet hatte, eingeholt und auf der letzten Länge sogar überholt. Trotz Mobilisierung meiner letzten Reserven gelange es mir nicht mehr, Fabio einzuholen und schlug - zwar mit nur einen halben Meter Abstand – als Zweiter an …

Ich freue mich sehr über die großartige Leistung der 1c und gratuliere an dieser Stelle aus ganzem Herzen! Und wie ich den Kindern zuvor schon erklärte: sie verlieren nicht, weil die langsamen Schwimmer zu langsam sind, sondern auch die Leistung der sehr guten Schwimmer nicht ausreicht, und in diesem Fall umgekehrt: die 1c hat nicht alleine wegen der sehr sportlichen Schwimmer gewonnen, sondern weil alle ihr Bestes gegeben haben und über sich hinausgewachsen sind!

Sehr schön war auch zu beobachten, dass die Klasse jeden einzelnen Teilnehmer angefeuert und mit ihr/ihm mitgefiebert hat, sie auch nicht verzweifelt sind, als sie zurück lagen, die Hoffnung nicht aufgaben, auf die Leistung der verblieben SchülerInnen setzten und letztendlich gemeinsam sich über ihren Sieg überschwänglich freuen konnten! Und genau das zeichnet dieses Projekt aus - so sehr es auch für uns Lehrer anstrengend ist …

Rüdiger Verwanger



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