Marionetten – tanzende Puppen
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Der Begriff „Marionette“ leitet sich aus dem altfranzösischen von „mariolette“ (eine Ableitung von „mariole“ – „Figürchen“) ab und ist auch die Verkleinerungsform des französischen Vornamens Marion. Mit den Werkgruppen der 2a und 2e galt es zunächst diese Gliederpuppen mit sämtlichen Einzelteilen zu planen und Werkskizzen anzufertigen.
Das Gemeinschaftsprojekt mit Prof. Tatjana Frischeis wurde, wie schon vor ein paar Jahren, in einen technischen und einen textilen Abschnitt aufgeteilt, wobei die beiden Gruppen jeweils getauscht wurden. Der Bau des konstruktiven Teiles mit den einzelnen Marionettenteilen und deren Verbindungen, sowie die Herstellung des Fadenkreuzes wurde von mir und die textile Gestaltung von meiner Kollegin geführt.
Nachdem die Entwürfe gezeichnet und auf das Holz übertragen waren, ging es an die Herstellung der Marionetten. So entstanden klassische Marionettenfiguren wie Ballerinas (die ukrainische Schülerin Anna gestaltete ihre Marionette in einem trachtenähnlichen Gewand aus ihrer Heimat), eine Prinzessin (sehr detailreich gestaltet von Franziska und Mavie), sowie einige „Modepüppchen“ und auch verschiedene Tier- Marionetten wie Kamel, Pferd, Hund, Schaf, Esel, Hase, ein Chamäleon, eine Qualle, ein Walfisch und ein Zentaur (Titelbild), von Josef sehr aufwendig gebaut und textil gestaltet und durch die ausgeklügelte Bauweise seines Fadenkreuzes auch sehr vielseitig in seinen Bewegungen war.
Die Werkgruppe der 2A führte zum Schluss noch ein kurzes Theaterstück auf (geschrieben von Theresa-Maria), in dem es, naturgemäß für eine bewegungsorientierte Klasse, sportlich zuging, als ein Fußballspiel (eine Marionette hatte die Form eines Fußballes) inszeniert wurde - ein wenig konfus - aber mit Begeisterung und viel Freude vorgetragen.
Mag. Virginie Verwanger