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FotoDie Fähigkeit des Lesens zählt seit jeher zu einer elementaren Grundkompetenz, die es zu fördern gilt. So ist es mir als Deutschlehrer ein besonderes Anliegen, meine Schüler*innen nicht nur im inhaltlichen, sinnerfassenden Lesen zu fördern, sondern ihnen auch zu zeigen, über welch enorme Brisanz Texte verfügen, indem etwa auf Basis gelesener Bücher Linien zu (tages-) aktuellen nach wie vor wirksamen Themenfeldern gezogen werden können.

Der 1987 erschienene Roman Eine Hand voller Sterne, der von dem unter dem Pseudonym Rafik Schami schreibenden Autor stammt, thematisiert die (persönliche, intellektuelle und sexuelle) Entwicklung eines jugendlichen Ich-Erzählers im syrischen Damaskus der 60er-Jahre. Schon zu dieser Zeit herrscht dort politische Unruhe: Tragisch genug ist nicht nur, dass die Bevölkerung unter den Ausmaßen des Kriegs zu leiden hat, sondern auch, dass der seriöse, kritische Journalismus durch politische Repression an seine Grenzen stößt.

Die Schüler*innen der 3A entwarfen zunächst eigene Buchcover, auf deren Rückseite sie ihre Erwartungen an den Roman stellten, ehe sie im EDV-Saal über die politischen und kulturellen Hintergründe des Textes recherchierten, die anschließend in Kleingruppen besprochen wurden.

Florian Palatin



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