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Foto„Stockerau 776 a.Chr. Aus nicht genauer bekannten organisatorischen Gründen wurde die Austragung der Panhellenischen Spiele nach Austria Romana verlegt. Zu früher Stunde marschierten über 200 Olympioniken aus den vier Regionen Sparta, Kythera, Samothraki und aus der Region Thermopylae auf das Gelände der Altis, dem heiligen Hain. Nachdem die brennende Fackel während eines Laufes mehrmals überreicht und weitergegeben wurde, durfte der letzte Läufer das Olympische Feuer entzünden. Vertreter aus allen Sportdisziplinen schworen im Anschluss den Olympischen Eid. Nachdem auch die ehrenwerten Wettkampfrichter versicherten, dass sie unabhängig, unbeeinflussbar und objektiv die Abläufe der Wettkämpfe betreuen werden, waren die Olympischen Spiele eröffnet …“

An diesem Tag wurde zwar versucht, die Antiken Olympischen Spiele möglichst „historisch“ zu simulieren, mussten jedoch in einigen Bereichen angepasst werden: so waren als Olympioniken nicht nur männliche Athleten zugelassen, sondern es durften natürlich auch die Mädchen aus allen acht Fit for life Klassen teilnehmen. Unsere Kinder waren alle in weiß gekleidet, was auch nicht der geschichtlichen Wahrheit entspricht, denn damals wurden die Wettkämpfe nackt ausgetragen, was mehrheitlich von den Kindern abgelehnt wurde 😉 Außerdem wurde auch kein Stier geopfert und gegessen, da unter den SchülerInnen doch auch einige VegetarierInnen waren …

Auch was die Sportarten betrifft, wurden einige Anpassungen getroffen: das Wagenrennen wurde zur Schonung unseres Rasens, der durch die anhaltende Trockenheit ohnedies schon sehr leidet, gänzlich gestrichen. „Der Pankration“ - der „Allkampf“ - wurde von einem sehr brutalen Zweikampf, bei dem nahezu alles erlaubt war, zu einem Geschicklichkeitswettkampf umfunktioniert, bei dem es galt, seinen Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen.

„Der Waffenlauf“, ursprünglich mit Helm, Schild und Schienbeinschoner gelaufen, erhielt eine kleine Anpassung und wurde als „normaler“ 60 Meter Sprint ohne „Accessoires“ ausgetragen.

In Ermangelung eines echten Stadions wurde der „Stadionlauf“ rund um die Speerwurfanlage, sprich unserem Rasenplatz, über die Distanz von 1600 Metern abgehalten.

Der klassische „Fünfsprung“ wurde mit Schwungeisen (bei uns jedoch aus Holz) durchgeführt. Der Diskus- und Speerwurf blieben im Grunde unverändert. Als siebente Sportart nahmen wir den Hochsprung hinzu. Diesen gab es bei den Antiken Olympischen Spielen zwar noch nicht, aber um einen historischen Bezug herzustellen, wurde als Sprungtechnik der mittlerweile nicht mehr angewandte Wälzer von den Kindern gesprungen.

Im Anschluss an die spannenden Wettkämpfen wurden alle Olympioniken mit schönen Urkunden geehrt und die Sieger der einzelnen Disziplinen zusätzlich mit einem goldenen Lorbeerkranz ausgezeichnet!

Nach der Siegerzeremonie kehrten die Olympioniken mit Stolz zurück in ihre Heimat, um dort gefeiert und geehrt zu werden. Auf der Altis kehrte wieder Ruhe ein, um nach einer zweijährigen Olympiade (nicht wie im „Original“ in 4 ) erneut als Austragungsstätte der Antiken Olympischen Spiele zu dienen …

Rüdiger Verwanger



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