Fit for life Projekttage im Waldviertel
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Traditionell finden unsere Projekttage im Waldviertel Mitte bis Ende April statt, je nachdem wie der 1.Mai fällt. Neben ausreichlicher und vielfältiger Bewegung steht vor allem die Stärkung und Festigung der Klassengemeinschaft im Vordergrund. So wird einen halben Tag lang, betreut durch einen eigenen Coach, durch verschiedenste, gemeinsam zu lösende Aufgaben die Sozialkompetenz der Kinder gezielt gefördert. Das gemeinsame Bauen eines Floßes und das anschließende „in See stechen“ auf der Thaya, um einen Schatz zu bergen, „schlägt in dieselbe Kerbe“, und zeigt den SchülerInnen, wie wichtig der Zusammenhalt und das Zusammenspiel in der Gruppe ist.
Einen Tag verbringt jede Klasse auf der Rosenburg. Nach einer Führung durch das Schloss mit interessanten Erkenntnissen über das Leben aus früherer Zeit, durften wir der Greifvogelschau beiwohnen. Die akrobatischen Flugkünste faszinierten die Kinder gleichermaßen wie die damit verbundenen „Überflüge“, die bewusst von den Falknern so gelenkt wurden, dass die Zuseher „fürchten“ mussten, gestreift zu werden. Ein-, zweimal wurden Kinder sogar von den Federspitzen der Flugkünstler berührt!
Während die eine Klasse einen Halbtag in der Rosenburg verbrachte, durfte eine andere im Waldklettergarten die vielfältigen Kletterrouten ausprobieren. Für viele waren natürlich die Flying Fox Elemente am aufregendsten.
Ein Kanuworkshop erschloss den Kindern ein weiteres Mal die Thaya. Nach einer ausführlichen Einschulung wurde ein Stück den aufgestauten Fluss hinaufgepaddelt, bis die Strömung bzw. Untiefen, und bei zwei Klassen „eine steife Brise“, eine Umkehr erforderten.
Das Programm wurde abgerundet durch einen Ausflug in den Nationalpark Thayatal. Unser gewähltes Thema war „Überleben in der Wildnis“, was auch jedem Teilnehmer gelang, nicht zuletzt durch das von Rangern vermittelte Wissen über essbare und giftige Pflanzen, die Konstruktion eines Unterstandes und das Entfachen eines Feuers mit einem „Feuereisen“. Nebenbei erfuhren wir auch viel Wissenswerte über Österreichs kleinsten Nationalpark.
In der Freizeit wurden die vielfältigen Möglichkeiten des JUFAs genutzt. Wer von der vielen frischen Luft vom Tagesprogramm schon genug hatte, setze sich mit Freunden zu den unterschiedlichsten Karten und Brettspielen zusammen.
Nachdem vor zwei Jahren sich das Wetter während der Projekttage von seiner frostigen Seite gezeigt hatte – sehr kalte Temperaturen und sogar Schneefall – hatten wir dieses Jahr Glück: zwar war der Dienstag etwas „durchwachsen“ und frisch, dafür waren die restlichen Tage recht sonnig und somit alle geplanten Aktivitäten gut durchführbar.
Nach diesen erfreulichen, spannenden und vielfältigen Tagen im Waldviertel sind alle Beteiligten hochmotiviert, die restlichen Schultage mit Eifer und Engagement zu verbringen, zumal auch noch einige attraktive Aktivitäten auf die SchülerInnen warten: die Antiken Olympische Spiele, der Baseballcup und das Spartanrace, sowie für die zweiten Klassen, für die ja der Schulschluss auch das Ende des Schwerpunktes Fit for life bedeutet: der Radtag, Felsklettern und die „Flucht aus Alcatraz“.
Rüdiger Verwanger