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Foto„Ich werde sehr bald herausbekommen, welcher Weißbärtige Mann von Tintoretto nun der echte und welcher der gefälschte ist“, stellt der aus England stammende Museumsbesucher in Thomas Bernhards Komödie „Alte Meister“ die Echtheit des berühmten Gemäldes „Bildnis eines weißbärtigen Mannes“ infrage. „Es [ist] aber auch durchaus möglich“, so setzt er auf einer Bordone-Saal-Sitzbank sitzend fort, „daß beide Weißbärtigen Männer echt sind, also von Tintoretto und echt sind.“ (S. 160)

Auch die die Medien:Kunst:Musik-Klasse 2E konnte ausgewählte Gemälde des Kunsthistorischen Museums aus nächster Nähe beobachten: Im Rahmen des zweistündigen Workshops „Heraus mit der Sprache“ waren die Schüler:innen eingeladen, mit den Kunstwerken in Dialog zu treten, indem sie diese etwa zunächst genau betrachteten, ehe sie einzelne kleine Gegenstände den Exponaten zuordnen mussten: Welcher Gegenstand findet sich auch im Gemälde wieder? Diese wurden mit kunsthistorischen Informationen von den Kulturvermittlerinnen des Museums ergänzt. Auch die Schatzkammer, in der sich die berühmte Saliera befindet, sowie die Ausstellung des niederländischen Künstlers Pieter Claesz zu Stillleben kamen nicht zu kurz.

Die Echtheit so manchen Kunstwerks konnte selbst die erfahrene Kunstlehrerin und Klassenvorständin der 2E, Mag.a Julia Marx, die den Lehrausgang plante, nicht verneinen. Stattdessen kehrten die Schüler:innen mit zahlreichen neuen Eindrücken in den Kunst- und Deutschunterricht zurück – beide Gegenstände bieten ausreichend kreativen Freiraum, um den eigenen kreativen Trieben nachzukommen.

Florian Palatin, BEd



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