Sport verbindet: ASO und BG/BRG setzten ein Inklusionszeichen
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Ein starkes Zeichen für gelebte Inklusion setzte der erste Sportinklusionstag in Stockerau. Die Allgemeine Sonderschule (ASO) und das BG/BRG Stockerau bewiesen dabei, wie selbstverständlich und bereichernd gemeinsames Lernen und Erleben sein kann.
Inklusion bedeutet, Vielfalt als Normalität zu begreifen – unabhängig von individuellen Voraussetzungen oder Beeinträchtigungen. Genau dieses Verständnis stand im Mittelpunkt eines gemeinsamen Projekts beider Schulen. Ziel war es, Begegnungen zu schaffen, Vorurteile abzubauen und echte Gemeinschaft erlebbar zu machen.
Ins Leben gerufen wurde die Initiative von Clara Zabel und Fiora Gram (ASO) sowie Daniela Silberbauer und Walter Kubicka (BG/BRG). Von Anfang an stand ein niederschwelliger, offener Austausch zwischen den Schülerinnen und Schülern im Fokus. Den Auftakt bildete ein kreatives Treffen an der ASO: Die Schüler:innen der 7. Klassen des Wahlpflichtfachs „Theorie des Sports und der Bewegungskultur“ gestalteten gemeinsam mit den Kindern bunte T-Shirts. In entspannter Atmosphäre entstanden nicht nur farbenfrohe Designs, sondern auch erste Verbindungen zwischen den Gruppen.
Berührungsängste wichen schnell Neugier und gemeinsamer Freude. Möglich gemacht wurde das Projekt ohne zusätzliche Kosten für die Kinder durch die Unterstützung des Kiwanis Clubs Stockerau.
Im zweiten Schritt folgte der Gegenbesuch im Gymnasium. Dort erwartete die ASO-Kinder ein abwechslungsreicher Bewegungsparcours im Turnsaal. Die Stationen waren von den TSB-Schüler:innen eigenständig geplant und vorbereitet worden. Mit viel Engagement, Geduld und Einfühlungsvermögen begleiteten sie die jüngeren Kinder durch die Übungen und sorgten für eine motivierende Atmosphäre.
Dabei wurde deutlich: Jedes Kind bringt eigene Stärken mit – und verdient individuelle Unterstützung. Die Jugendlichen des Gymnasiums übernahmen Verantwortung und wuchsen sichtbar an ihrer Aufgabe. Der Vormittag war geprägt von gegenseitigem Respekt, Hilfsbereitschaft und spürbarer Begeisterung. Ein gelungenes Beispiel dafür, wie Inklusion im Schulalltag nicht nur möglich, sondern gewinnbringend für alle Beteiligten sein kann.
Mag. Walter Kubicka, MMag. Daniela Silberbauer