Fit for life Karate und Selbstverteidigung für Mädchen
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Bei diesem Projekt steht im ersten Teil das Hineinschnuppern in die Kampfsportart Karate. Burschen und Mädchen erlernen „im Schnellverfahren“ ein paar Grundtechniken: Faustschläge und deren Abwehr, ein paar einfache „Kicks“ (Beintechniken).
Anschließend werden in einem Stationsbetrieb diese Techniken in Partnerübungen „erprobt“. Ergänzt werden die Kampftechniken durch Reaktionsübungen, Schläge und Kicks gegen einen Sandsack und „Zweikämpfen“, bei denen es um Geschicklichkeit und Balance geht, sowie den Versuch, seinen Gegner mit Geschick und „Köpfchen“ vom Pferd bzw. von der Langbank zu stoßen.
Im letzten und umfangreichsten Teil bekommen die Mädchen einen Einblick in „spezielle Selbstverteidigung für Mädchen/Frauen“, während die Burschen parallel dazu Sportspiele ausüben.
In einem ersten theoretischen Teil geht es um Bewusstseinsweckung und Sensibilisierung, das Vermeiden und Erkennen von „brenzligen Situationen“. Dabei ist es uns ein Anliegen, keine Angst und Panik unter den Mädchen zu verbreiten, sie aber doch auf eventuell mögliche und gefährliche Situationen aufmerksam zu machen …
Im anschließend praktischen Teil geht es dann um “Schurken“-Abwehr. Von einfachen Befreiungsgriffen über sehr effektive und für den „Schurken“ schmerzhafte Abwehrtechniken wird versucht, in der sehr kurzen Zeit den Mädchen ein kleines Rüstzeug für „den Fall der Fälle“, der hoffentlich auch nie eintritt, mitzugeben. Dabei wird den Kindern aber bewusst gemacht, dass diese Techniken sehr oft wiederholt und geübt werden müssen, damit diese im „Ernstfall“ nahezu reflexartig angewandt werden können. Trotz Ernsthaftigkeit des Themas haben wir versucht ein wenig Spaß in den Übungsbetrieb hineinzubekommen, und die Größte Freude hatten die Mädchen damit, ihren Lehrer einmal in den Würgegriff und „Schwitzkasten“ zu nehmen (ich habe jetzt noch einen ganz roten Hals … 😉)
Rüdiger Verwanger