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FotoAm 23. Mai 2025 begab sich die Klasse 2F gemeinsam mit ihrer Geschichtslehrerin Mag. Sommer-Hubatschke und begleitet von DI Wagner auf eine spannende Reise durch die Jahrhunderte – von der Antike bis in die Neuzeit. Ziel war es, zentrale geschichtliche Entwicklungen sowie bedeutende politische Orte im Herzen Wiens hautnah zu erleben.

Schon während der Zugfahrt nach Wien machten sich einige Schülerinnen und Schüler mit großem Eifer an die Bearbeitung eines umfangreichen Arbeitsblattes, das als roter Faden durch den Tag diente. Unser Stadtrundgang begann an der U-Bahn-Station Stubentor, wo wir uns mit dem mittelalterlichen Wien befassten. Besonders beeindruckend waren die Überreste der alten Stadtmauer, die uns einen anschaulichen Einblick in die Befestigungsanlagen jener Zeit gaben.

Über die Wollzeile ging es weiter in Richtung Stephansdom. Auf dem Weg dorthin erfuhren die Schülerinnen und Schüler viel über die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen im mittelalterlichen Wien. Die Straßennamen, die bis heute an alte Berufe und Bevölkerungsgruppen erinnern, wurden dabei zu lebendigen Zeitzeugen. Rund um den Stephansdom beschäftigten wir uns mit der mittelalterlichen Architektur und entdeckten bei genauerem Hinsehen faszinierende Details an den Außenmauern des Doms.

Einen weiteren spannenden Blick zurück in die Geschichte warfen wir mit einer der ältesten Darstellungen der Kärntnerstraße. Hier gab es auch am Standort des ehemaligen Bürgerspitals beim Kärntnertor Informationen zur Medizin im Mittelalter.

Im Globenmuseum erwartete uns schließlich der Workshop „Kartoffel oder Gold“, der uns in die Denkweisen und Weltbilder am Übergang vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit eintauchen ließ. Besonders eindrucksvoll: ein Globus, auf dem der amerikanische Kontinent noch gar nicht eingezeichnet war – ein Symbol für die noch unentdeckte „Neue Welt“. Hier kamen auch Themen wie Entdeckungsreisen, Eroberungen und deren Folgen für die indigene Bevölkerung nicht zu kurz.

Nach einer kurzen Pause führte uns der Weg weiter zu den Ausgrabungen am Michaelerplatz. Hier begegneten wir den Überresten des antiken Vindobona, dem römischen Vorgänger Wiens. Deutlich sichtbar sind Spuren der römischen Stadtplanung bis heute – etwa beim Tiefen Graben oder der gebogenen Naglergasse, wo einst die Außenmauern des Legionslagers verliefen.

Die nächste Station war die Hofburg, die über Jahrhunderte hinweg als Machtzentrum der Babenberger und Habsburger diente.

Den Abschluss unseres Rundgangs bildeten Orte, die auch heute noch eine zentrale Rolle im politischen Leben Österreichs spielen: die Präsidentschaftskanzlei, das Bundeskanzleramt und das österreichische Parlament. Dieses beeindruckte die Schülerinnen und Schüler besonders. Hier sprachen wir über die Entstehung von Gesetzen sowie die Bedeutung der Menschen- und Kinderrechte.

Im Laufe dieses erkenntnisreichen Vormittags konnten die Schülerinnen und Schüler zentrale Inhalte aller Themenbereiche, die im heurigen GPB-Unterricht behandelt wurden, wiederholen und vertiefen. Lediglich die Geschichte der frühen Menschheit wurde bereits am Vortag bei einem Besuch im Naturhistorischen Museum aufgefrischt.

Mag. Cornelia Sommer-Hubatschke



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