Bericht 5c Alte Schachtel – Kubistische Köpfe
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Alte Schachtel zu Köpfen im kubistischen Stil umzuformen war das Ziel dieses Projektes in KuG mit der 5c – Klasse, die ich in einer mehrwöchigen Fachsupplierung für Prof. Gustav Bauer unterrichtete.
Nach einer einführenden Betrachtung des Oeuvres Pablo Picassos von seinen Anfängen bis zum Kubismus ging es ans Werk:
Ähnlich dem Analythischen Kubismus, wo Porträts kein getreues Abbild der Realität sind, sondern die Wirklichkeit in ihrer „dreidimensionalen“, begrifflichen Ganzheit zeigen, d.h. der Gegenstand wird aus mehreren Blickwinkeln betrachtet, um dann in einem Werk vereint dargestellt zu werden – sozusagen als „die gleichzeitige Mehransichtigkeit in einem Bild“, und in dieser Art und Weise sollten plastische Köpfe entstehen.
Aus verschiedenen Lebensmittelschachteln gestalteten die Schüler*innen der 5c derartige Köpfe durch Einschneiden und Knicken der Schachteln, durch Applizieren von einzelnen Teilen – Augen, Nase etc. und Festigen der gesamten Schachtel mit Küchenrolle und verdünntem Leim, die sie dann in diesem speziellen Kunststil bemalten, entweder Ton in Ton, was dem Charakter des Analythischen Kubismus am nächsten kommt, oder in freier Farbwahl.
Die so entstandenen Werke waren in Gestaltung und Ausführung sehr vielfältig und erhielten von den Schüler*Innen die Bezeichnungen: Monsieur multicouleur (mit Zylinderhut), Weihnachtsmann Ralph, das Trio Bluey, Pinky und Goldy, Milky Cat, François la grenouille (oder Franz der Frosch – siehe Titelfoto) und Aiana Vaiana Engelchen Christkind (mit vergoldeter Krone).
Die Köpfe ließen sich auch von allen Seiten und Blickwinkeln gut fotografieren, d.h. die „gleichzeitige Mehransichtigkeit in einem Bild“, die den Stil des Analythischen Kubismus ausmacht, wurde von den Schüler*Innen gekonnt und mit reichlich Kreativität umgesetzt.
Mag. Virginie Verwanger