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FotoUnverständnis und Kopfschütteln war die Reaktion der verantwortlichen Justizbeamten, als sie am Morgen des 29. Juni feststellen mussten, dass die berüchtigte „Ich-hör-nicht-zu … wozu“-Bande geschlossen aus ihrer Zelle im berüchtigten Block 2A ausgebrochen war. Erstaunen rief nicht der unerwartete Ausbruch der Knastbrüder und -schwestern hervor, sondern der Zeitpunkt: denn einen Tag später wären die Häftlinge ohnedies entlassen worden …

Ungeachtet dieser „voreiligen Selbstentlassung“ war dieser Ausbruch durchaus eine erstaunliche und beachtliche Leistung: denn trotz höchster Sicherheitsvorkehrungen ist diese scheinbar aus langer Hand (Experten vermuten 2 Jahre) vorbereiteter Plan hervorragend umgesetzt worden. Mühelos wurden der Code der Zellentür geknackt, die Dunkelkammer mit Drucksensoren überwunden, die Laserstiege ausgetrickst, der Schusskanal und der Ventilatorengang durchlaufen und viele weitere Sicherheitsmaßnahmen in ihrer scheinbaren Untauglichkeit bloßgestellt …

Somit haben sich die Mitglieder der berüchtigten Bande (alias „SchülerInnen der 2A“) ohne Hinterlassung sachdienlicher Hinweise ihres aktuellen Aufenthaltes ihre Freiheit (Ferien) mehr als verdient! Trotz drohender Versetzung in die Antarktis zur Evaluierung von Pinguinen aufgrund meiner Verfehlungen als Gefängnisaufseher möchte ich meinen ehemaligen Insaßen für ihre Zukunft alles Gute wünschen, vor allem, dass sie, sollten sie wieder im Herbst „einsitzen“, eine tolle neue „Knastgemeinschaft“ finden …

Mag. Rüdiger Verwanger



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