Fit for life „Expedition Peilstein“ 1b
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15 Kilometer gehen, 660 Höhenmeter überwinden, sich 30 Meter abseilen lassen, die Schwechat an einem Seil hängend überqueren, sich mit Karten orientieren und noch einige weitere Aufgaben ergeben am Ende: den Peilstein in Gold! Diese Stein-Trophäe steht für einen starken Klassenzusammenhalt und erinnert die Kinder an den zweitägigen Erlebniswandertag „Expedition Peilstein“.
Und die SchülerInnen der 1b haben sich ihren Peilstein am 21. und 22.September bereits mehr als „verdient“. Denn „in Gold“ bekommt eine Klasse den vor Ort selber ausgesuchten Stein nur, wenn sie über 900 Punkte erreicht. Und dafür muss schon ziemlich alles klappen, der Klassenzusammenhalt groß sein, die gegenseitige Unterstützung und das „wir“, das Gemeinsame, an erster Stelle stehen. Und die gestellten Aufgaben sind größtenteils nur als Team zu lösen. Selbst bei den „Einzelaufgaben“, dem Abseilen und dem Flussüberqueren, steht die Klasse hinter jedem einzelnen und drückt die Daumen, fiebert mit, „leidet mit“, wenn die Überwindung unvorstellbar groß ist, sich auf das Seil und den Gurt zu verlassen, 30 Meter über dem Abgrund letztendlich doch den Felsen, mit dem man mit seinen zwei „Schraubstockhänden“ am liebsten zusammenwachsen möchte, loslassen muss, um den MitschülerInnen „entgegen zu schweben“, um dann voll Stolz, sich überwunden zu haben, mit dem Applaus seiner KlassenkollegInnen empfangen wird. Aber noch größerer Respekt gebührt jenen Kindern, die am Schluss sich doch nicht überwinden können, es oft in zwei Anläufen probieren, schon im Seil draußen bei mir hängen, aber dann den letzten Schritt, loszulassen und nur auf Gurt und Seil zu vertrauen, doch nicht wagen und schweren Herzens diesen Teil der Expedition auslassen. Und dafür gehört, aus meiner Sicht, sogar noch mehr Mut, und dieser wird auch von den MitschülerInnen mit größtem Respekt anerkannt und geschätzt!
Müde und mit schmerzenden Schultern vom Tragen des Rucksackes, wird die Freude beim Erreichen des Peilsteinhauses - bereits in der Abenddämmerung - mit großer Freude lautstark zum Ausdruck gebracht. Bevor mit enormem Appetit das Abendessen eingenommen wird gibt es als Belohnung beim Gipfelkreuz, sofern das Wetter mitspielt, einen eindrucksvollen Sonnenuntergang. Der letzte Programmpunkt am ersten Tag ist dann noch ein knisterndes Lagerfeuer, an dem noch die letzten Punkte durch Erfüllen von Aufgaben gesammelt werden. Mit den letzten „Hochrechnungen“, nach Bekanntgabe des aktuellen Punktestandes, ob sich die Trophäe mit dem nächsten Tag wohl noch ausgehen kann, sinken die Kinder auf den gemütlichen Lagern in einen tiefen Schlaf und träumen von Edelmetall. Und wie anfangs erwähnt: bei den Kindern der 1b ist sich „der Peilstein in Gold“ sehr gut ausgegangen und wird die kommenden zwei Schuljahre am Lehrertisch als Symbol ihrer Klassengemeinschaft stehen. Somit ist auch der Startschuss für zwei spannende und aufregende Fit for life – Jahre gefallen und wir LehrerInnen freuen uns gemeinsam mit den SchülerInnen auf zahlreiche schöne Erlebnisse und Projekte …
Mag. Rüdiger Verwanger