Fit for life Felsklettern
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Bei traumhaften Bedingungen konnten die Schüler*innen der 2b am 2. Juni eines der letzten Projekte ihrer „Fit for life – Karriere“ in vollen Zügen genießen! Im ehemaligen Steinbruch bei Siegenfeld, der für unsere Zwecke optimale Voraussetzungen bietet (kaum Steinschlaggefahr, von oben zugängige Umlenkeinrichtungen für die Seile, ausreichend Platz zum Jausnen ohne Absturzgefahr, …), wurde fast 3 Stunden lang am Felsen geklettert. Die Schüler*innen stellten sich am Naturfels sehr geschickt an, obwohl das Klettern outdoor zum Teil ganz andere Fähigkeiten als in der Halle abverlangt. Vor allem „das Suchen“ nach den geeigneten Griffen und Tritten war für die meisten Kinder zumindest zu Beginn recht herausfordernd. Auch die Höhe wirkt im Freien anderes, und obwohl die leicht „liegende“ Wand nicht wirklich viel höher ist als unsere Kletterwand im Turnsaal, erweckt sie den Eindruck, als wäre sie doppelt so hoch.
Die Kinder waren beim Sichern ihrer Mitschüler*innen sehr verantwortungsbewusst und somit erwies sich auch für uns Begleitlehrer*innen dieser Vormittag relativ entspannt. Aber auch nur „relativ“, denn gerade beim Klettern muss die Aufmerksamkeit und die Kontrolle bis zum Schluss uneingeschränkt sein, damit ja keine Fehler übersehen werden. Eine große Erleichterung war auch die Tatsache, dass fast zwei Drittel der Schüler*innen zwei Jahre lang die unverbindliche Übung Sportklettern besucht hatten und somit das Sichern eines Kletterpartners sehr gut beherrschten. Und eine weitere Beobachtung machte uns Lehrern eine große Freude: auch jene Kinder, die „mit Klettern“, „mit der Höhe“, mit „Sichern eines Partners“ nicht so viel „am Hut“ hatten, haben sich überwunden, alles einfach einmal ausprobiert und sind „über sich hinausgewachsen“! Vor allem die Angst beim Sichern, eventuell seinen Partner zu gefährden, ist rasch einem Vertrauen in sich selbst und seinen Fähigkeiten gewichen.
Obwohl wir zeitmäßig das Maximum aus dem Vormittag herausgeholt haben, war die Zeit - wie so oft - viel zu kurz und viele Schüler*innen wären noch gerne länger geblieben. Aber die Redewendung „wenn es am schönsten ist, soll man gehen“ findet auch hier seine Berechtigung, und die positiven Eindrücke werden ohnedies noch länger nachwirken …
Melanie Lienbacher, MEd; Mag.Rüdiger Verwanger