FotoWissenschaftliche Forschung führt zu Entwicklung, Innovation und Fortschritt. Aber wie forscht man? Die 4A hatte die Aufgabe die nahezu 500 Jahre alte Aussage des Paracelsus „Alle Ding' sind Gift und nichts ohn' Gift; allein die Dosis macht, das ein Ding' kein Gift ist.“ (Quelle: http://anthrowiki.at/Paracelsus) auf ihre Gültigkeit für die heutige Zeit zu untersuchen. Dazu wurde innerhalb der Klasse eine kleine Studie (Versuchsreihe) mit dem Modellorganismus Kresse und unterschiedlichen (für uns Menschen ungefährlichen) „Giftstoffen“ in verschiedenen Mengen durchgeführt. Als „Giftstoffe“ fungierten zum Beispiel Salzwasser, Kaffee, Multivitaminsaft, Seifenlauge und Essigwasser.

Ziel der Übung war es, zu entdecken, dass es im wissenschaftlichen Diskurs weder „Falsch“ noch „Richtig“ gibt, sondern dass wissenschaftliche Meinungen durch nachvollziehbare Argumente, die sich zum Beispiel aus Studienergebnissen ableiten lassen, gestützt sind und immer wieder diskutiert werden.

Wer Lust hat, kann selbst einen ähnlichen Versuch durchführen und sich anhand der eigenen Ergebnissen eine eigene Meinung zur Aussage des Paracelsus bilden.

Anleitung:
Für eine Studie brauchst du mehrere Versuchsansätze mit „Giftlösungen“ in unterschiedlicher Konzentration.
Für einen Versuchsansatz brauchst du:
3 beschriftete Eierschalen (Beschriftung der Schalen mit 1,2,3), die du mit Watte befüllst und mit Kressesamen bestreust, Wasser und eine „Giftlösung“

Schale 1:
gießt du täglich mit Wasser, – das ist die Kontrollgruppe. Sie zeigt ob die Kresse überhaupt wächst, wie gut und wie schnell.
Schale 2:
gießt du solange täglich mit Wasser bis die Kresse ca 2 cm hoch ist. Danach gießt du sie mit deiner „Giftlösung“ – so kann festgestellt werden, wie sich das Wachstum der kresse unter „Gifteinfluss“ im Vergleich zu Wasser verändert.
Schale 3:
gießt du von Anfang an mit deiner „Giftlösung“ – so kann festgestellt werden, welchen Einfluss das Gift auf die Keimung hat.

Viel Erfolg!

Gabriele Ertl



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