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FotoAm Mittwoch, 24.01.2018, besuchten die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen in Begleitung von Mag. Kästenbauer, Mag.a Bacher-Boyer, Mag. Romirer-Maierhofer und Mag. Kerbl das ehemalige Konzentrationslager und heutige Gedenkstätte Mauthausen. Während der Anreise durch den Ort Mauthausen erhielten wir von Mag. Kästenbauer einen historischen Einstieg, der im gegebenen Kontext bereits sehr nachdenklich stimmte. In der Gedenkstätte teilten wir uns in Kleingruppen und konnten so während einer Führung die Reste des Konzentrationslagers besichtigen. Vor der Mittagspause blieb uns noch ein wenig Zeit im Museum, das sehr detailliert die schreckliche Geschichte dieses Ortes aufrollt und vorstellt. Den Abschluss bildete eine sehr berührende Schweigeminute im zum KZ zugehörigen Steinbruch, bevor wir wieder nach Hause zurückkehrten.

Da wir durch unsere Professoren bereits im Unterricht vielschichtig auf dieses Thema vorbereitet und vor allem während der Exkursion mit der nötigen Sensibilität begleitet wurden, war es uns als Schülerinnen und Schülern möglich, uns mit den Verbrechen des NS-Regimes nicht nur bewusst sachlich und kritisch, sondern vor allem auch auf einer emotionalen Ebene zu befassen. Ich bin mir sicher, im Namen meiner Mitschülerinnen und Mitschüler zu sprechen, wenn ich mich nicht nur für die Organisation des Ausflugs, sondern vor allem für die persönliche Unterstützung bedanke.

Die Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Antisemitismus wird von Österreichern und Österreicherinnen leider zu gerne gemieden, wobei das im Anbetracht der jüngsten Enthüllungen über die Gesinnung von erschreckend vielen Politikern immer wichtiger wäre. Für eine selbstreflektierte Aufarbeitung ist nicht nur die nötige Bildung entscheidend, sondern auch eine persönliche, direkte Konfrontation, die z.B. bei einem Besuch in einer Gedenkstätte wie Mauthausen stattfindet. Es liegt in unserer Verantwortung, uns mit diesen Verbrechen zu beschäftigen, um dieses grausame, zutiefst beschämende Thema als Teil der Vergangenheit und nicht als tagespolitisches Problem behandeln zu können. Denn gerade aufgrund dieses Teils unserer Geschichte sollten Hass und Extremismus keinen Platz mehr in unserer Gesellschaft und Politik haben.

Agathe Formanek, 8B



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