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FotoNach einer dreistündigen Busfahrt brachen wir gegen 11 Uhr vom Gesäuse-Pavillon im Regen zur Kroissenalm auf. Dort bekamen wir Bauernkrapfen und etwas zu trinken. Nachdem wir uns beim Kachelofen etwas aufgewärmt hatten, marschierten wir weiter. Nach einer weiteren Dreiviertelstunde erreichten wir unser Ziel auf der Hochscheibenalm. Pitschnass wärmten wir uns mit Tee in den Tuks auf. Danach erklärte uns der Ranger Herbert, wie wir unsere Lager für die Nacht aus nur einer Plane zu bauen hatten. Wir machten uns an die Arbeit und bereiteten uns auf die Nacht vor. Der Regen hörte am Abend endlich auf und wir konnten beim Lagerfeuer zusammensitzen.
Nach dem Lagerfeuer machten wir uns auf die Reise ins Dunkle. Es war ungefähr Mitternacht, als wir losgingen. Der Weg war vom Vollmond hell erleuchtet. Wir hörten uns die Stille der Nacht an. Anschließend gingen wir tief in den Wald. Wer sich traute, durfte allein zurückgehen. Ansonsten nahm man sich einen Partner oder eine Partnerin mit. Auf dem Heimweg sahen wir schlafende Kühe und erzählten Gruselgeschichten bis ans Ende unserer Nachtwanderung.
Am Dienstag brachen wir um die Mittagszeit zu einer Wanderung mit dem Ziel Ennstaler Hütte auf. Es war ein langwieriger Aufstieg auf einem Trampelpfad mit vielen steilen Passagen. Wir begegneten vielen Tieren wie Ameisen, Lurchen, Fröschen und Vögeln. Um uns den Aufstieg zu erleichtern, sangen wir Lieder. Kurz vor dem Ziel brannten allen die Oberschenkel und Waden. Wenige Meter vom Ziel entfernt fielen die Wanderschuhsolen eines Schülers einfach ab und er musste sich mit Leukoplast behelfen. Am Ziel angekommen machten wir eine lange Pause, welche einige zum Schlafen nutzten. Während des Abstiegs entdeckten wir einige Knochen eines Tieres, welches wir nicht identifizieren konnten. Nach einer langen Wanderung kamen wir am Lagerplatz an.
Am Nachmittag zeigte uns Herbert, wie man Feuer macht. Er erklärte uns, dass es wichtig sei, zuerst alle Materialien herzurichten. Das Holz musste trocken sein. Wir hatten nur fünf Zündhölzer zur Verfügung. Wir begannen in Gruppen, Ästchen und Harz zu sammeln, Holz zu hacken und Feuer zu machen. Alle schafften es mehr oder weniger, letztendlich ein Feuer zum Brennen zu bringen, und das ganz ohne Papier oder Karton. Am Ende bekamen wir ein großes Lagerfeuer zusammen.
Die Atmosphäre in unserem Camp war sehr angenehm und gemütlich, das Lagerfeuer ein wichtiger Treffpunkt. Untertags beschäftigten wir uns oft mit „Pflöckeln“, einem sehr beliebten Spiel. Wir waren nett und freundlich zu einander, Streit gab es selten. Ohne Handys und Uhren war uns die Uhrzeit stets ein Rätsel. Unser Camp lag mitten auf einer Kuhweide. Die Kühe hatten uns schon bei unserer Ankunft begrüßt, außerdem besuchten einige unserer Lager, sogar mitten in der Nacht. Die Zeit verging sehr schnell, und am Mittwoch brachen wir schon sehr zeitig unsere Zelte ab und traten die Heimreise an.

Mag. Anna Bolyos und die 4D



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