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FotoAm 24. Mai gab es einen bundesweiten Aktionstag für kulturelle Bildung, an dem Aufmersamkeit dafür geweckt werden sollte, was die (stets von Einsparungen bedrohten) Kreativ-Fächer für unsere Gesellschaft so unersetzlich macht: Die Förderung des Potentials der jungen Menschen für Visionen, unkonventionelle Gestaltung, sensible Veränderung sowie Offenheit für neue Sichtweisen. Wie an zahlreichen Bildungseinrichtungen in ganz Österreich nahmen auch an unserer Schule die künstlerischen Fächer daran teil.

Unter dem Motto „Die Schule spinnt” spannen verschiedene Klassen im Kunst- und Werkunterricht im und um das Schulgebäude räumliche Gebilde aus Stoffbändern, welche aus nicht mehr gebrauchten T-Shirts von SchülerInnen und LehrerInnen geschnitten worden waren. Ausgangspunkt war dabei das bildnerische Grundelement der Linie, welche durch Ausbreitung, Richtungswechsel, Verzweigung und Verdichtung virtuelle Räume im realen Raum schuf und diesen als veränderbar erfahren ließ. Die dabei entstandenen Aktions-, Begegnungs-, Schutz-, Frei- und Utopieräume reflektierten künstlerische Praktiken wie Installationskunst, Landart, Aktionismus und Minimal Art. Gleichzeitig offenbarten sich die Gebilde als sichtbar gemachte soziale Netzwerke. Und sie waren - wie so oft bei wertvollen Erfahrungen - kostenlos.

Nachdem die fertigen Arbeiten ein paar Tage lang den Schulraum in einen heiteren Schauraum sozialer Plastiken verwandelt hatten, wurde das Ausgangsmaterial wieder sorgfältig abgebaut und aufbewahrt, um im nächsten Schuljahr einer weiteren Transformation zugeführt zu werden: In Form eines überdimensionalen gemeinschaftlich geknüpften (Wand-) Teppichs soll die Thematik öffentlich versus privat ein neues künstlerisches Forschungsfeld eröffnen.

Fotos: Alex Seidl, 7a & Gustav Bauer
Text: Mag. Gustav Bauer



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