Fotos Bilder zu diesem Beitrag finden Sie in der Bildergalerie (öffnet sich in einem neuen Fenster)

FotoHier geht es zum Video!

Am 3.Mai fand der Wings for life – Lauf statt. Bei dieser Veranstaltung starten die TeilnehmerInnen aus der ganzen Welt zum gleichen Zeitpunkt (Österreich 13 Uhr, San Franzisco 4 Uhr in der Früh, Sydney um 21 Uhr, usw.). Eine halbe Stunde nach dem Startschuss fährt das sogenannte Catcher Car los, zunächst mit 14km/h, eine halbe Stunde später mit 15km/h, usw., solange, bis es die einzelnen Läufer eingeholt hat. Überholt einen das Catcher Car ist man aus dem Rennen. Sämtliche Startgelder und Spenden werden für die Rückenmarksforschung verwendet, um Querschnittslähmung zu heilen. Daher auch das Motto dieser Veranstaltung: „Laufen für diejenigen, die es selbst nicht können!“

Nachdem dieses Jahr ein sogenannter „Flagship Run“ (die Teilnehmer laufen an einem „realen“ Veranstaltungsort z.B. in Wien) nicht erlaubt war, konnte nur ein virtueller Lauf mit einer App stattfinden: jeder Teilnehmer läuft dort, wo er möchte und ein virtuelles Catcher Car verfolgt ihn auf der Handy-App. Diese Möglichkeit der Teilnahme rief mich auf den Plan unsere Fit for life – SchülerInnen zu dieser Veranstaltung einzuladen: die Kinder konnten entweder mit der Wings for life – App laufen und somit vom virtuellen Verfolgerauto eingeholt werden, oder auch ohne diese App, indem sie vorher ausrechneten, wie lange sie mit welchem Tempo laufen müssen, bis sie überholt werden würden. Dadurch wurde ein Projekt ermöglicht, bei dem die SchülerInnen zwar räumlich getrennt, aber doch gemeinsam und gleichzeitig daran teilnehmen konnten.

Und der Erfolg dieses Projektes kann sich sehen lassen: zahlreiche Kinder der Fit for life – Klassen folgten der Einladung und liefen, viele mit Geschwister und/oder Eltern, am 3.Mai um 13 Uhr auf „ihrer Hausstrecke“ los. Alle Kinder sind an diesem Tag eine Strecke so weit wie noch nie in ihrem Leben gelaufen und waren von ihrer eigenen Leistung selbst überrascht. Jede zurückgelegte Distanz war für jeden Einzelnen ein großer Erfolg! Und es waren auch außerordentliche Leistungen über 10 km dabei. Die weitesten Läufe absolvierten Daniel (1a) mit 15,23km und Emma (1b) mit sogar 15,58km, Christina (2b) mit 14,03km war ihnen dicht auf den Fersen.

Größter Respekt an dieser Stelle aber an alle TeilnehmerInnen! Ich bin stolz auf eure Leistungen und freu mich, dass ihr daran teilgenommen habt. Noch dazu unter sehr schwierigen Bedingungen: starker Wind, Platzregen und sogar zum Teil Graupelschauer und etwas Hagel! Und die Gesamtstrecke, welche das Projekt „Fit for life goes Wings for Life“ geschafft hat, kann sich ebenfalls sehen lassen: 298,18 km, eine Strecke von Stockerau bis nach Salzburg! Frau Professor Tesak und ich haben auch unseren kleinen Beitrag zu dieser Distanz beigesteuert … Nimmt man die Kilometer der Geschwister und der Eltern dazu, kommen wir sogar auf 459,47km, eine Entfernung von Stockerau bis fast nach Innsbruck!

Ein weiterer schöner Nebeneffekt: die Kosten für die verwendeten Apps (je 20 Euro) und zusätzliche Spenden machten über 500 Euro alleine von unserer Schule aus! Leider funktionierte bei 3 TeilnehmerInnen die App an diesem Tag nicht, was natürlich sehr ärgerlich war, denn ständig am Handy vom Auto verfolgt zu werden, zu sehen, dass dieses langsam aufholt, der Abstand immer geringer wird, man am Schluss nochmals alle Reserven mobilisiert, um das „Eingeholt werden“ nochmals hinaus zu zögern, machte das Ereignis schon noch etwas reizvoller. An dieser Stelle muss aber auch erwähnt werden, dass die App, die erst ab einem Alter von 18 Jahren vom Veranstalter freigegeben war, von den Eltern heruntergeladen und verwendet wurde. Die Kinder sind mit den Eltern mitgelaufen. Eine unkontrollierte Verwendung und somit eine Überbelastung der Kinder war nicht gegeben. Behördlich vorgegeben Sicherheitsmaßnahmen und die Einhaltung von ausreichend Abstand waren ebenfalls Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Projekt.

An diesem Sonntag nahmen weltweit 77 000 Läufer daran teil und es wurden in Summe 2,8 Millionen Euro für die Rückenmarksforschung eingenommen! Der Sieger von Wings for Life 2020 kommt aus Groß Britannien und ist 69,92km weit gekommen, bevor er vom Verfolgerauto eingeholt wurde …

Mag. Rüdiger Verwanger



Gymnasium Niederösterreich - Moodle - Klassenbuch - Vorwissenschaftliche Arbeit (VWA) - Impressum